„Komm und spiel mit mir“

Ich liebe es und bekomme auch beim hundertsten mal Gänsehaut beim Lesen des Buches!

“Komm und spiel mit mir”, schlug der kleine Prinz dem Fuchs vor. “Ich bin so traurig…”

“Ich kann nicht mit dir spielen”, sagte der Fuchs. “Ich bin noch nicht gezähmt!”

“Ah, Verzeihung!” sagte der kleine Prinz.

Aber nach einiger Überlegung fügte er hinzu:

“Was bedeutet das: ‚zähmen’?”

“Du bist nicht von hier”, sagte der Fuchs, “was suchst du?”

“Ich suche die Menschen”, sagte der kleine Prinz. “Was bedeutet ‚zähmen’?”

“Die Menschen”, sagte der Fuchs, “die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig. Sie ziehen auch Hühner auf. Das ist ihr einziges Interesse. Du suchst Hühner?”

“Nein”, sagte der kleine Prinz, “ich suche Freunde. Was heißt ‚zähmen’?”

“Das ist eine in Vergessenheit geratene Sache”, sagte der Fuchs. “Es bedeutet:

sich ‚vertraut machen’.”

“Vertraut machen?”

“Gewiss”, sagte der Fuchs. “Du bist für mich noch nichts als ein kleiner Knabe, der hunderttausend kleinen Knaben völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebenso wenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt…”

“Ich beginne zu verstehen”, sagte der kleine Prinz…

aus: “Der kleine Prinz” von Antoine de Saint-Exupéry


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